Archiv für die Kategorie ‘Unternehmensberatung’

Digital Multichannel Solutions bei Tamedia und Ringier

Die Bedeutung einer intelligenten, auf den Benutzer respektive Leserinnen und Leser ausgerichteten “Digital Multichannel Solution Strategie” wird für die Verlagshäuser immer wichtiger. Dies lässt sich bei den Verlagshäusern Tamedia und Ringier momentan sehr gut beobachten. Tamedia steigt aktuell bei Zattoo ein. Zudem wird Tamedia Search.ch übernehmen. Die übernommenen und teilweise zu integrierenden Bereiche könnten unterschiedlicher nicht sein, zeigen aber deutlich, dass die digitalen Opportunitäten aggressiv genutzt werden wollen. Ringier wiederum hat geschenkidee.ch übernommen, vor allem um die E-Commerce-Aktivitäten mit Transaktionen zu verstärken (zum Beispiel Online-Verkäufe).

Was die Verlagshäuser mit den unterschiedlichen digitalen Plattformen alles anstellen werden, wie sie bestehende Prozesse integrieren und was sie dem Publikum damit bieten wollen, werden wir sehen. Spannend bleibt die Entwicklung, vor allem hinsichtlich dem daraus generierten Nutzen für die Besucherinnen und Besucher, Leserinnen und Leser respektive Benutzer der genannten Websites und Plattformen. An den Baustellen wird jedenfalls noch sehr fleissig gearbeitet werden müssen.

In Zeiten der Rezession die Stärken von Online Marketing besser nutzen

Marketing und Werbebudgets werden in Zeiten der Rezession verstärkt gekürzt. Und zwar meistens sofort. Dies ist im Prinzip nachvollziehbar. Allerdings sollten gleichzeitig auch die Marketingmassnahmen verstärkt werden, welche darauf fokussiert sind, die Zielgruppen besser und gezielter zu erreichen. Es müssten also vor allem die Werbemedien in den Vordergrund rücken, bei denen die Wirkung am ausgeprägtesten - und vor allem messbar, daher steuerbar - ist. Dies ist zum Beispiel bei Online Marketing klar der Fall. Das SEO-Marketing (Suchmaschinen-Marketing) scheint mir diesbezüglich sehr interessant zu sein. Die Stärke von Suchmaschinen-Optimierung liegt vor allem darin:

1) Es werden gezielter sofort Leads generiert. Dies können Verkäufe, Neuabonnenten von Newslettern etc. sein. Kundenfeedback-Prozesse werden gefördert.

2) Neukunden-Akquise kann viel gezielter und unmittelbarer erreicht werden.

Ein grosser Vorteil ist auch, dass diese Massnahmen langfristige Wirkung haben und - um es mit dem Modebegriff auszudrücken - viel “nachhaltiger” sind.

Aber auch gezielt eingesetzte Banner-/Button-Leaderboard-Kampagnen haben grosse Wirkung in Bezug auf Leads und Neukundengewinnung. Nicht zu vergessen ist auch der nicht immer messbare Branding-Effekt in Bezug auf Marke oder Angebot. Oftmals klicken die Kunden zwar nicht direkt auf die Banners, nehmen dann aber dennoch direkt Kontakt mit dem Anbieter auf und suchen die Webseite direkt in Google.

Fazit “StartupDay Tag des Jungunternehmens”, do a good job

Engagierte Beiträge zum Thema Entrepreneurship von Martin Candrian Candrian Catering, Guido Honegger Solution.ch AG, Werner Kieser Kieser Training, Maya Reinshagen Mayoris AG, Daniel Ammann u-blox AG.

Was ist nun aus meiner Sicht das Fazit des StartupDay? Ich begegnete unterschiedlichen Unternehmungen in der Repräsentanz grundverschiedener Gründer-Persönlichkeiten, dies machte es spannend. Bestimmt eine ideale Gelegenheit, um über branchenübergreifende Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer Unternehmung nachzudenken. Ganz praktisch mittels der Analysen der unterschiedlichen Do’s und Dont’s der einzelnen Referenten. Anbei ein paar persönliche Gedanken in kürze:

Man muss nicht unbedingt “der Erste” sein (vielleicht “der/die Beste”, oder in Teilbereichen der/die Bessere, oder einfach eine massgeschneidertere Lösung entwickeln….), wie es in den “Do’s” von Werner Kieser hiess. Aber man muss die (seine!) USPs (USP=unique selling proposition) erarbeiten, Lücken und Nischen erkennen und diese mit einem intelligenten Service oder Produkt abdecken.

Schon bei der Forschung/Entwicklung und dann später in der Ausgestaltung der Benutzerschnittstellen, im Marketing, dann im Vertrieb und Verkauf sind die Menschen (Kunden, Mitarbeiter, Firmenbesitzer, Aktionäre, Mitbewerber, Interessenten, Communities etc.) immer miteinzubeziehen. Selbstverständlich auch nach dem Verkauf im Rahmen eines professionellen After-Sales-Prozesses. Während der ganzen Zeit sollte das Credo gelten: “do a good job” (in der aktuellen Finanzkrise kommen Zweifel auf).

Speziell aufgefallen sind mir noch folgende Do’s, dazu ein paar Anmerkungen:

Frau Reinshagen: Hilfsbereitschaft. Find ich interessant, aus Hilfsbereitschaft kann eine vertrauliche Kundenbeziehung aufgebaut werden, eine sehr wertvolle Vernetzung entstehen.

Herr Kieser: Aufforderung “kommuniziere und publiziere”; könnten auch publizieren in Blogs gemeint sein. Pflege von Reputations-Management, dafür sorgen, dass “Gutes”, ”Interessantes”, “Nützliches” über die Firma gesagt wird.

Bei Herrn Candrian hat mich der Begriff “Krieg” auf der Folie etwas irritiert. Die wichtige Fragestellung nach dem potenziellen “worst case” und diesen sorgfältig zu durchdenken, finde ich sehr wertvoll (hat das die UBS getan?).

Herr Honegger wies auf erfrischend lockere Art auf die Denkweise, eigene Befindlichkeit und Sprache von KMUs hin. Sehr nützlicher Tipp.

Von Herrn Amman nehme ich mit, dass die direkte und kundennahe Vertriebstätigkeit von zentraler Bedeutung ist, vor allem bei dramatisch technisch-affinen Produkten, wo Support vor Ort benötigt wird.

Insgesamt ein spannender Abend. Ein wenig gefehlt haben mir der Aufbau von spezifischen Netzwerken bereits im Vorfeld der Veranstaltung respektive der Einbezug des Publikums während der Referate. Plattformen gäbe es diesbezüglich, habe da einige sehr konkrete Ideen dazu.

Dank an Herrn Marc Hamburger von StartZentrum Zürich.

Innovationstechnik “Diskussion 66″

Sporadisch werde ich einige Innovationstechniken und -methoden, welche sich situativ bewährt haben, kurz vorstellen. Die “Diskussion 66″ Methode ist eine Variante von “Brainstorming” in grossen Gruppen. Mit “Diskussion 66″ kann man ein Thema sehr gut strukturieren, die Teilnehmer aktivieren und ein Fazit ziehen.

Man teilt sich in Gruppen mit je 6 Teilnehmer auf und diskutiert, selektiert 6 Minuten lang das Thema (deswegen der Begriff “Diskussion 66″). Danach trägt man das Fazit im Plenum vor.

Mögliches Einsatzfeld: Diese Technik kann sehr gut angewendet werden, um beispielsweise verbesserte, betriebliche Abläufe unter Einbezug der Teammitglieder respektive Mitarbeiter in einem grösseren KMU einzuführen. Nach einer geleiteten Präsentation können die vorgeschlagenen Verbesserungs-Massnahmen zusammengetragen, definiert und dann in der Ablauforganisation verankert werden.