Archiv für die Kategorie ‘Unternehmensberatung’

“Intrinsische Motivation stärken” - Herausforderung für Unternehmungen

Ich habe heute Früh in einer Gallup-Studie gelesen, dass sich Arbeitnehmer in Deutschland nur sehr geringfügig “emotional binden” zu den Unternehmen, in denen sie arbeiten. Die sogenannte Innerliche Kündigung sei gang und gäbe. Gemäss diesem Bericht sei dies gar bei jedem fünften Mitarbeiter der Fall.

Ein folgenschweres Alarmzeichen für den Erfolg einer Firma.

In der Schweiz werden diese Zahlen und Fakten nicht viel anders sein.

Umgekehrt: Bei 13% der Umfrageteilnehmerinnen und -Teilnehmer dieser genannten Studie sei eine sehr starke emotionale Bindung zur Firma vorhanden. Zudem würden sich diese Mitarbeiter stark engagieren, die Zielsetzungen und Vision der Unternehmung mitzutragen und aktiv zu unterstützen.

Was läuft da anders? Warum sind diese Menschen engagiert und wollen Vollgas geben für ihre Ziele?

Meiner Meinung nach macht es Sinn, sich viel systematischer mit “intrinsischer Motivation” und deren Implementierung in Organisationen und Firmen zu beschäftigen. Diese wirkt als Hebel in der Tat viel stärker als rein monetäre Anreize.

Innovationen stärken - Schweiz ist Top in Sachen Innovation

Erfreulicherweise ist und bleibt der “Innovationsstandort Schweiz” Top. Wissensintensive Aktivitäten und Projekte sind in der Schweiz weit verbreitet. Dem müssen wir in hohem Masse Sorge tragen.

Was eindeutig noch verbessert werden kann, sind der rege Austausch und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den KMUs und den Forschungsinstitutionen auf allen Kanälen.

Innovationen und “Market for Open Innovation” werden meiner Meinung nach bereits in naher Zukunft eine viel wichtigere und entscheidendere Rolle in der Schweiz spielen als die herkömmlichen, klassischen Finanzdienstleistungen.

Diese heutige News bestätigt dies auf eindrückliche Weise.

Was Swatch richtig macht - ein paar Gedanken zur Preisgestaltung

“Bin ich mit meinem Angebot zu teuer?”

“Wollen, müssen, können Sie Ihre Arbeit und Leistungen teurer verkaufen?”

“Kann ich wirklich diesen Preis für mein Werk, mein Angebot verlangen?” oder

“Erschrickt mein Kunde etwa, wenn er die Kosten respektive den Preis meiner Offerte liest?”

Dies sind vielleicht alles Ihre Fragestellungen während und nachdem Sie eine Dienstleistung offeriert haben oder wenn Sie gerade dabei sind, ein Angebot zu verfassen. Kennen Sie diese Überlegungen oder gar Ängste?

Ich denke ganz spontan, dass man bei all diesen Fragen und Zweifel was vom Swatch-Konzern lernen kann.

Warum?

Soeben las ich im Tages-Anzeiger-Online folgenden Artikel: “Swatch erhöht Preise für Luxusuhren”.

Die Omega-Produzentin Swatch Group hat schon seit jeher auf Einzigartigkeit in der Produkteentwicklung gesetzt, wie zum Beispiel bei der Entwicklung der SWATCH®-Uhren. Also Einzigartigkeit ist in der Tat ein sehr wirkungsvolles Mittel, um weniger “preissensitiv” zu sein im Markt.

Ebenfalls beherrscht Swatch das “Spiel mit der Verfügbarkeit” von Artikeln schon seit je: Knappheit, Seltenheit und temporäre Nicht-Verfügbarkeit erhöhen die “Fühlbarkeit der Wertigkeit eines Artikels” dramatisch. Dann ist es viel einfacher, den Preis eines Artikels anzuheben. Diesen “Trick” beobachte ich schon fortdauernd - über Jahre - bei Swatch.

Ich denke also, dass letztlich die erzeugte Preiswahrnehmung viel entscheidender und wichtiger ist als der eigentlich Preis.

Wesentliche Punkte und Voraussetzungen, höhere Preise zu erzielen und die Preisgestaltung nach oben anzupassen sind demzufolge:

  • Vertrauen in die Marke, ein Produkt oder Dienstleistung (oder in eine Person resp. ein Management etc.) ständig stärken
  • Intelligentes Spiel mit der Verfügbarkeit und mit der Verknappung betreiben (auf allen Kanälen)
  • Ständig “Unique Selling Proposition” (”Neudeutsch” auch USP genannt) und “Einzigartigkeitsmerkmale” schaffen (dies trifft beispielsweise bei einer Omega-Uhr sehr stark zu)
Wenn man dabei noch in der Lage ist, parallel dazu Kosten zu senken, dann wird man in der Tat den Gewinn massiv steigern können. Das Ganze hat dann sozusagen eine Hebelwirkung.
Aber wie immer, so einfach sind all diese Aufgaben nicht.

Cloud Computing Business: Trend im Jahr 2011?

Der brandaktuelle Wikileaks-Case zeigt deutlich, dass mögliche Aussperrungen von Plattformen und Content für Unternehmen ein grosses Thema sein werden. Dazu kommt auch, dass eine Firma, welche Cloud-Service-Leistungen bezieht, vom Cloud-Anbieter massiv abhängig wird.

Zur Erinnerung: Amazon hat die Wikileaks-Plattform aus seiner Public Cloud-Server-Infrastruktur verbannt.

Zukünftig werden also vor allem sogenannte “Private-Cloud-Modelle” gefragt sein. Die Server bleiben so vollkommen unter der Kontrolle der Kunden im Gegensatz zu Public Cloud-Server Lösungen.

Gemäss Studien wird das Cloud Computing Business allein in Europa in den nächsten Jahren ein Geschäft in der Grössenordnung von über 230 Milliarden CHF werden. In Deutschland allein schon geschätzte CHF 65 Milliarden.

Man kann also beim Thema “Cloud” durchaus von einem Megatrend sprechen.