Archiv für die Kategorie ‘Social Network’

Warum keine IDA IG-E-Partizipation-Plattform schaffen?

Lesenswerter Bericht über die Bundesratsstrategie betreff der “Informationsgesellschaft Schweiz”.

Namentlich die Bereiche “E-Partizipation” und “Digitale Integration Schweiz” sind für die Schweiz von grossem Interesse und Nutzen. Ich frage mich nur, warum man nicht für den interdepartementalen Ausschuss Informationsgesellschaft (IDA IG) und seine Koordinierungsarbeiten eine offene E-Partizipation-Plattform schafft und frühzeitig alle Stakeholder miteinbezieht? Link Informationsgesellschaft Schweiz: Weitere Umsetzung der Bundesstrategie.

Heutiges Online-Seminar der Zukunftsakademie: Fazit

Habe heute ein interaktives Online-Seminar des Zukunftsinstuts zum Thema Social Commerce besucht. Fazit zum technischen Mitteleinsatz: die Anwendung von Adobe Acrobat Connect Pro Meeting ist recht interessant für Online-Meetings und vor allem für E-Learning und Collaboration-Workshops. 

Die Thematik Social Software wurde von Herrn A. Haderlein (Leiter der Zukunftsakademie) fundiert behandelt, schwerpunktmässige Darstellung des Paradigma-Wechsels der Internet-Nutzung weg vom One-to-Many-Prinzip (vergleiche auch Direktmarketing) hin zu Many-to-Many (Community Marketing). Die Brainstorming-Übung mit den Teilnehmern war noch ein wenig holprig und bisweilen stellten sich Bandbreiten-Probleme ein. Ansonsten gute praktische Beispiele sowie toller Einbezug der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; es haben auch die meisten der über 40 Teilnehmer sehr aktiv mitgemacht.

Mein persönliches, inhaltliches Fazit für das E-Commerce (Social Commerce) von morgen (mit Einbezug aller Stakeholder und vor allem der Benutzer, Prospects und Kunden) 

1) Beratung und noch mehr Personalisierung (auch sogentannte “Mass Customization”) haben essentielle Bedeutung. Verstärkter Einbezug der Community. Bestehende Business-Modelle müssen angepasst werden. Dies gilt vor allem für herkömmliche E-Shops.

2) Der E-Commerce-Betreiber fungiert mehr und mehr nicht nur als Verkäufer wie bei einem klassischen E-Shop, sondern er ermöglicht auch Austausch und sogar Business der Mitglieder und Teilnehmer untereinander. An diesen Kontakten und Geschäften wird der Händler/Betreiber der Plattform selber auch partizipieren können. Hier sind neue Business-Modelle gefragt. Die Rolle des Kunden ist im Wandel begriffen, er ist nicht mehr nur ein Empfänger einer Ware und Dienstleistung gegen Cash. Gleiches lässt sich zur Rolle der Händler sagen.

3) Das Netz wird Community, das Internet ist nicht mehr Technik sondern wird human (das erfordert allerdings hochstehende, intelligente Technik!). Das Internet befriedigt so emotionale und dramatisch verstärkt auch soziale Bedürfnisse. Die Rolle des Kunden verändert sich vollkommen.

Was kann bei den Online-Seminaren verbessert werden? Auch da gilt es, die Teilnehmer noch verstärkt einzubeziehen und Wissen und Erfahrung noch systematischer zu teilen. Nicht nur, indem während des ganzen Seminars ein Chat-Fenster für alle zur Verfügung gestellt wird, sondern dass sich “Interessencluster” unter den Teilnehmern bilden können, welche gezielt ihr Wissen, Know-how aber auch Fragen und eigene Themen einbringen. Wichtig: Auch bereits im Vorfeld und nach der Veranstaltung.

Blogs müssen unter Einbezug der Anspruchsgruppen eingeführt werden, ansonsten floppen sie

Seit Anfang Dez. 2006 schaltete Directories (www.directories.ch) einen sogenannten “Corporate Blog” auf. Marketingmässig wurden die Ziele bestimmt eloquent formuliert: Der Kunde kann jetzt Einfluss auf das Produkt nehmen, “Early Adapters” verhelfen zu innovativen, neuen Dienstleistungen, Leser können sich über neue Funktionen, Features informieren oder Beta-Versionen austesten. So weit, so gut.

Am 19. Juni 2008 lese ich folgende Mitteilung von Directories (im Wortlaut):

Der Directories Blog wird abgeschaltet.

“Directories hat Ende 2006 einen Corporate Blog eröffnet. Mit unterschiedlicher Besucherfrequenz (500 bis 600 Visits pro Tag) und wenigen Kommentare, die auf unsere Beiträge folgten, entschliessen wir uns nun, den Directories Blog abzuschalten. Es hat sich gezeigt, dass ein Firmenblog im Umfeld des umfassenden Gebiets eines Verzeichnisverlags auf ein zuwenig breites Interesse stösst.”

Nun stelle ich mir die simplen Fragen: Wird nicht zuerst das Kundenbedürfnis abgeklärt? Werden nicht zuallerst von (erfolgreichen) Projekten exakte, spezifische Ziele definiert nach der Aufnahme der kundenseitigen Anforderungen und Wünsche? Richtet sich die Umsetzung nicht immer nach den realistischen Anforderungen?

Fazit: Auch bei Web 2.0 oder Web 3.0 ist dies nicht anders.

“Begriffswolken”, interessantes Tool, z.B. für ein Intranet

Begriffswolke vom tondeur consult Blog: Gemeinsame Vergabe von Schlagworten kann später die Suche beschleunigen und mithelfen, die Suchresultate zu verbessern. Interessantes Einsatzgebiet: Intranet.