Archiv für die Kategorie ‘Mensch’

Fazit “StartupDay Tag des Jungunternehmens”, do a good job

Engagierte Beiträge zum Thema Entrepreneurship von Martin Candrian Candrian Catering, Guido Honegger Solution.ch AG, Werner Kieser Kieser Training, Maya Reinshagen Mayoris AG, Daniel Ammann u-blox AG.

Was ist nun aus meiner Sicht das Fazit des StartupDay? Ich begegnete unterschiedlichen Unternehmungen in der Repräsentanz grundverschiedener Gründer-Persönlichkeiten, dies machte es spannend. Bestimmt eine ideale Gelegenheit, um über branchenübergreifende Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer Unternehmung nachzudenken. Ganz praktisch mittels der Analysen der unterschiedlichen Do’s und Dont’s der einzelnen Referenten. Anbei ein paar persönliche Gedanken in kürze:

Man muss nicht unbedingt “der Erste” sein (vielleicht “der/die Beste”, oder in Teilbereichen der/die Bessere, oder einfach eine massgeschneidertere Lösung entwickeln….), wie es in den “Do’s” von Werner Kieser hiess. Aber man muss die (seine!) USPs (USP=unique selling proposition) erarbeiten, Lücken und Nischen erkennen und diese mit einem intelligenten Service oder Produkt abdecken.

Schon bei der Forschung/Entwicklung und dann später in der Ausgestaltung der Benutzerschnittstellen, im Marketing, dann im Vertrieb und Verkauf sind die Menschen (Kunden, Mitarbeiter, Firmenbesitzer, Aktionäre, Mitbewerber, Interessenten, Communities etc.) immer miteinzubeziehen. Selbstverständlich auch nach dem Verkauf im Rahmen eines professionellen After-Sales-Prozesses. Während der ganzen Zeit sollte das Credo gelten: “do a good job” (in der aktuellen Finanzkrise kommen Zweifel auf).

Speziell aufgefallen sind mir noch folgende Do’s, dazu ein paar Anmerkungen:

Frau Reinshagen: Hilfsbereitschaft. Find ich interessant, aus Hilfsbereitschaft kann eine vertrauliche Kundenbeziehung aufgebaut werden, eine sehr wertvolle Vernetzung entstehen.

Herr Kieser: Aufforderung “kommuniziere und publiziere”; könnten auch publizieren in Blogs gemeint sein. Pflege von Reputations-Management, dafür sorgen, dass “Gutes”, ”Interessantes”, “Nützliches” über die Firma gesagt wird.

Bei Herrn Candrian hat mich der Begriff “Krieg” auf der Folie etwas irritiert. Die wichtige Fragestellung nach dem potenziellen “worst case” und diesen sorgfältig zu durchdenken, finde ich sehr wertvoll (hat das die UBS getan?).

Herr Honegger wies auf erfrischend lockere Art auf die Denkweise, eigene Befindlichkeit und Sprache von KMUs hin. Sehr nützlicher Tipp.

Von Herrn Amman nehme ich mit, dass die direkte und kundennahe Vertriebstätigkeit von zentraler Bedeutung ist, vor allem bei dramatisch technisch-affinen Produkten, wo Support vor Ort benötigt wird.

Insgesamt ein spannender Abend. Ein wenig gefehlt haben mir der Aufbau von spezifischen Netzwerken bereits im Vorfeld der Veranstaltung respektive der Einbezug des Publikums während der Referate. Plattformen gäbe es diesbezüglich, habe da einige sehr konkrete Ideen dazu.

Dank an Herrn Marc Hamburger von StartZentrum Zürich.

Innovationstechnik “Diskussion 66″

Sporadisch werde ich einige Innovationstechniken und -methoden, welche sich situativ bewährt haben, kurz vorstellen. Die “Diskussion 66″ Methode ist eine Variante von “Brainstorming” in grossen Gruppen. Mit “Diskussion 66″ kann man ein Thema sehr gut strukturieren, die Teilnehmer aktivieren und ein Fazit ziehen.

Man teilt sich in Gruppen mit je 6 Teilnehmer auf und diskutiert, selektiert 6 Minuten lang das Thema (deswegen der Begriff “Diskussion 66″). Danach trägt man das Fazit im Plenum vor.

Mögliches Einsatzfeld: Diese Technik kann sehr gut angewendet werden, um beispielsweise verbesserte, betriebliche Abläufe unter Einbezug der Teammitglieder respektive Mitarbeiter in einem grösseren KMU einzuführen. Nach einer geleiteten Präsentation können die vorgeschlagenen Verbesserungs-Massnahmen zusammengetragen, definiert und dann in der Ablauforganisation verankert werden.

Voraussetzungen Führungsrolle der Schweiz im Bereich “E-Health”

Eigentlich wären die Voraussetzungen und technischen Rahmenbedingungen recht gut, dass die Schweiz eine Führungsrolle im Bereich “E-Health” übernehmen könnte. Aus meiner Sicht sind aber einige operative Projekte und langfristige Aufgaben definitiv Voraussetzung, dass dieses Ziel erreicht werden kann:

  • Es müsste eine digitale ”unique” Patienten-ID geschaffen werden, die Standard und eindeutig identifizierbar ist
  • Patienten-Dossier müssten standardisiert werden
  • Aufbau eines umfassenden, barrierefreies ”E-Health-Gesundheitsportals”, über welches die Dossiers von den Patienten jederzeit abgerufen werden können

Wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Die absolute Hoheit der Patienten/Patientinnen über ihre Daten muss stets gewährleistet sein.

Solange die Patienten für sich keinen unmittelbaren Nutzen erkennen können und unsicher sind, dass sie nicht die absolute Hoheit und Macht über Ihre sensiblen Gesundheits-Daten haben und diese permanent online einsehen können, wird ein umfassendes “E-Health-Projekt” keinen Erfolg haben.

UBS: “Fehlende Kundenansprache” in der Schweiz?

Ich frage mich, warum ich von Seiten der UBS (www.ubs.com) nichts darüber höre, warum man als potenzieller (Neu-)Kunde gerade jetzt zur UBS wechseln müsste? Es wird nur von Kunden-Gelder-Abfluss, Neupositionierung, Klagen in den USA und Krisen, Verlusten etc. gesprochen - so jedenfalls meine Wahrnehmung - (indirekte und direkte “Negativ-Botschaften” noch und noch), und (sinngemäss) dass die UBS nächstes Jahr wieder Gewinn schreiben wird (UBS-Präsident, Herr Kurer).

Ich würde dringend eine intelligent und nicht aufdringliche, ganzheitliche ”Kommunikation” und neue Kundenansprache im CH-Markt empfehlen, damit potenzielle Kunden schnellsmöglich wieder die USPs der UBS (sofern es diese gibt) wahrnehmen.