Archiv für die Kategorie ‘Marketing’

In Zeiten der Rezession die Stärken von Online Marketing besser nutzen

Marketing und Werbebudgets werden in Zeiten der Rezession verstärkt gekürzt. Und zwar meistens sofort. Dies ist im Prinzip nachvollziehbar. Allerdings sollten gleichzeitig auch die Marketingmassnahmen verstärkt werden, welche darauf fokussiert sind, die Zielgruppen besser und gezielter zu erreichen. Es müssten also vor allem die Werbemedien in den Vordergrund rücken, bei denen die Wirkung am ausgeprägtesten - und vor allem messbar, daher steuerbar - ist. Dies ist zum Beispiel bei Online Marketing klar der Fall. Das SEO-Marketing (Suchmaschinen-Marketing) scheint mir diesbezüglich sehr interessant zu sein. Die Stärke von Suchmaschinen-Optimierung liegt vor allem darin:

1) Es werden gezielter sofort Leads generiert. Dies können Verkäufe, Neuabonnenten von Newslettern etc. sein. Kundenfeedback-Prozesse werden gefördert.

2) Neukunden-Akquise kann viel gezielter und unmittelbarer erreicht werden.

Ein grosser Vorteil ist auch, dass diese Massnahmen langfristige Wirkung haben und - um es mit dem Modebegriff auszudrücken - viel “nachhaltiger” sind.

Aber auch gezielt eingesetzte Banner-/Button-Leaderboard-Kampagnen haben grosse Wirkung in Bezug auf Leads und Neukundengewinnung. Nicht zu vergessen ist auch der nicht immer messbare Branding-Effekt in Bezug auf Marke oder Angebot. Oftmals klicken die Kunden zwar nicht direkt auf die Banners, nehmen dann aber dennoch direkt Kontakt mit dem Anbieter auf und suchen die Webseite direkt in Google.

Warum klassische Userbefragung in der neuen Werbewelt nicht ausgedient hat…

Die Tendenz, dass die Menschen auf Schritt und Tritt bei all Ihren Surf-Aktivitäten beobachtet werden und ihre hinterlassenen Daten auf Google- und anderen Server-Farmen gespeichert, analysiert, ausgewertet und verwertet werden, ist eine Tatsache und auch eine Gefahr. Auf der anderen Seite sehe ich auch klar Vorteile, wenn “Behavioral Targeting” konsequent eingesetzt wird und ich nur noch mit der Werbung konfrontiert werde, welche mich auch tatsächlich interessiert.

Die Methoden werden immer raffinierter: Messung des Surfverhaltens, Verknüpfung der gigantischen Messdaten usw. (beim Surfen mit Google Chrome, so stelle ich oft fest, wird die Festplatte arg belastet, Daten fleissig abgesogen!).

Dem diametral gegenüber stehen aber auch immer ausgeklügeltere technische Methoden, Spuren zu verwischen und anonymisiert surfen zu können (Stichwort: IP verstecken). Gewisse Bedenken und Gefahren diesbezüglich äusserte Claudio Dionisio bei einem heutigen, sehr interessanten Gespräch, welches ich mit ihm führen durfte.

Für mich ist ein Fazit: Nebst Tracking der Userbewegungen durch Cookies und Geo-Profilierung der IP-Adressen, komplexe Abgleichverfahren mit Datenbanken wird es weiterhin die simple klassische “Userbefragung” geben (mit qualitativer Projektion und Interpretation) - und das Aufspüren von Bedürfnissen, Trends durch wache, denkende Menschen.

UBS: “Fehlende Kundenansprache” in der Schweiz?

Ich frage mich, warum ich von Seiten der UBS (www.ubs.com) nichts darüber höre, warum man als potenzieller (Neu-)Kunde gerade jetzt zur UBS wechseln müsste? Es wird nur von Kunden-Gelder-Abfluss, Neupositionierung, Klagen in den USA und Krisen, Verlusten etc. gesprochen - so jedenfalls meine Wahrnehmung - (indirekte und direkte “Negativ-Botschaften” noch und noch), und (sinngemäss) dass die UBS nächstes Jahr wieder Gewinn schreiben wird (UBS-Präsident, Herr Kurer).

Ich würde dringend eine intelligent und nicht aufdringliche, ganzheitliche ”Kommunikation” und neue Kundenansprache im CH-Markt empfehlen, damit potenzielle Kunden schnellsmöglich wieder die USPs der UBS (sofern es diese gibt) wahrnehmen.

Innert 3 Tagen bereits mehr als 1 Mio verkaufter iPhone 3G…

Ich hatte mir überlegt, ob ich mir dieses vom Design her gelungene iPhone kaufen sollte. Zugegebenermassen die Multitouch-Oberfläche mit ihrer bestechenden Einfachheit hat schon was für sich: Gute Usability ist eben einfach und intuitiv bedienbar. Davon kann man sicher was lernen (in welchem Bereich auch immer).

Andererseits stellte ich mir nüchtern die Frage: Was für einen Mehrnutzen werde ich haben im Unterschied zu meinem bisherigen Sony Ericcson W810i Handy? Ich bin zum Schluss gelangt: keinen.

Zusammengefasst:

1) Cool ist das Ding für die Netzbetreiber, die meisten Nutzer und Besitzer des iPhone werden bestimmt in Kürze darüber erstaunt sein, wie oft sie online gewesen sind (Stichwort: Telco-Rechnung, monatliche Gebühren bei Überschreitung der im Abo enthaltenen Datenmengen, höhere Abo-Gebühren).

2) Gute Usability strebt immer nach Vereinfachung. Die Benutzerin/der Benutzer tun die Dinge intuitiv, davon kann man sicher was lernen.

3) Gutes Marketing (virales Marketing, Online Marketing etc.) kann wesentlich zum Erfolg eines Produktes beitragen.

4) Es werden eine Menge kreativer neuer iPhone-Applikationen und -Programme entwickelt. Interessanter Markt für Programmierer (iPhone SDK, Software Development Kit).

Ich habe in einem Wettbewerb mitgemacht. Vielleicht werde ich ja eines gewinnen, ich hoffe es.