Archiv für die Kategorie ‘Innovationen’

Digital Multichannel Solutions bei Tamedia und Ringier

Die Bedeutung einer intelligenten, auf den Benutzer respektive Leserinnen und Leser ausgerichteten “Digital Multichannel Solution Strategie” wird für die Verlagshäuser immer wichtiger. Dies lässt sich bei den Verlagshäusern Tamedia und Ringier momentan sehr gut beobachten. Tamedia steigt aktuell bei Zattoo ein. Zudem wird Tamedia Search.ch übernehmen. Die übernommenen und teilweise zu integrierenden Bereiche könnten unterschiedlicher nicht sein, zeigen aber deutlich, dass die digitalen Opportunitäten aggressiv genutzt werden wollen. Ringier wiederum hat geschenkidee.ch übernommen, vor allem um die E-Commerce-Aktivitäten mit Transaktionen zu verstärken (zum Beispiel Online-Verkäufe).

Was die Verlagshäuser mit den unterschiedlichen digitalen Plattformen alles anstellen werden, wie sie bestehende Prozesse integrieren und was sie dem Publikum damit bieten wollen, werden wir sehen. Spannend bleibt die Entwicklung, vor allem hinsichtlich dem daraus generierten Nutzen für die Besucherinnen und Besucher, Leserinnen und Leser respektive Benutzer der genannten Websites und Plattformen. An den Baustellen wird jedenfalls noch sehr fleissig gearbeitet werden müssen.

Warum keine IDA IG-E-Partizipation-Plattform schaffen?

Lesenswerter Bericht über die Bundesratsstrategie betreff der “Informationsgesellschaft Schweiz”.

Namentlich die Bereiche “E-Partizipation” und “Digitale Integration Schweiz” sind für die Schweiz von grossem Interesse und Nutzen. Ich frage mich nur, warum man nicht für den interdepartementalen Ausschuss Informationsgesellschaft (IDA IG) und seine Koordinierungsarbeiten eine offene E-Partizipation-Plattform schafft und frühzeitig alle Stakeholder miteinbezieht? Link Informationsgesellschaft Schweiz: Weitere Umsetzung der Bundesstrategie.

Heutiges Online-Seminar der Zukunftsakademie: Fazit

Habe heute ein interaktives Online-Seminar des Zukunftsinstuts zum Thema Social Commerce besucht. Fazit zum technischen Mitteleinsatz: die Anwendung von Adobe Acrobat Connect Pro Meeting ist recht interessant für Online-Meetings und vor allem für E-Learning und Collaboration-Workshops. 

Die Thematik Social Software wurde von Herrn A. Haderlein (Leiter der Zukunftsakademie) fundiert behandelt, schwerpunktmässige Darstellung des Paradigma-Wechsels der Internet-Nutzung weg vom One-to-Many-Prinzip (vergleiche auch Direktmarketing) hin zu Many-to-Many (Community Marketing). Die Brainstorming-Übung mit den Teilnehmern war noch ein wenig holprig und bisweilen stellten sich Bandbreiten-Probleme ein. Ansonsten gute praktische Beispiele sowie toller Einbezug der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; es haben auch die meisten der über 40 Teilnehmer sehr aktiv mitgemacht.

Mein persönliches, inhaltliches Fazit für das E-Commerce (Social Commerce) von morgen (mit Einbezug aller Stakeholder und vor allem der Benutzer, Prospects und Kunden) 

1) Beratung und noch mehr Personalisierung (auch sogentannte “Mass Customization”) haben essentielle Bedeutung. Verstärkter Einbezug der Community. Bestehende Business-Modelle müssen angepasst werden. Dies gilt vor allem für herkömmliche E-Shops.

2) Der E-Commerce-Betreiber fungiert mehr und mehr nicht nur als Verkäufer wie bei einem klassischen E-Shop, sondern er ermöglicht auch Austausch und sogar Business der Mitglieder und Teilnehmer untereinander. An diesen Kontakten und Geschäften wird der Händler/Betreiber der Plattform selber auch partizipieren können. Hier sind neue Business-Modelle gefragt. Die Rolle des Kunden ist im Wandel begriffen, er ist nicht mehr nur ein Empfänger einer Ware und Dienstleistung gegen Cash. Gleiches lässt sich zur Rolle der Händler sagen.

3) Das Netz wird Community, das Internet ist nicht mehr Technik sondern wird human (das erfordert allerdings hochstehende, intelligente Technik!). Das Internet befriedigt so emotionale und dramatisch verstärkt auch soziale Bedürfnisse. Die Rolle des Kunden verändert sich vollkommen.

Was kann bei den Online-Seminaren verbessert werden? Auch da gilt es, die Teilnehmer noch verstärkt einzubeziehen und Wissen und Erfahrung noch systematischer zu teilen. Nicht nur, indem während des ganzen Seminars ein Chat-Fenster für alle zur Verfügung gestellt wird, sondern dass sich “Interessencluster” unter den Teilnehmern bilden können, welche gezielt ihr Wissen, Know-how aber auch Fragen und eigene Themen einbringen. Wichtig: Auch bereits im Vorfeld und nach der Veranstaltung.

Fazit “StartupDay Tag des Jungunternehmens”, do a good job

Engagierte Beiträge zum Thema Entrepreneurship von Martin Candrian Candrian Catering, Guido Honegger Solution.ch AG, Werner Kieser Kieser Training, Maya Reinshagen Mayoris AG, Daniel Ammann u-blox AG.

Was ist nun aus meiner Sicht das Fazit des StartupDay? Ich begegnete unterschiedlichen Unternehmungen in der Repräsentanz grundverschiedener Gründer-Persönlichkeiten, dies machte es spannend. Bestimmt eine ideale Gelegenheit, um über branchenübergreifende Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer Unternehmung nachzudenken. Ganz praktisch mittels der Analysen der unterschiedlichen Do’s und Dont’s der einzelnen Referenten. Anbei ein paar persönliche Gedanken in kürze:

Man muss nicht unbedingt “der Erste” sein (vielleicht “der/die Beste”, oder in Teilbereichen der/die Bessere, oder einfach eine massgeschneidertere Lösung entwickeln….), wie es in den “Do’s” von Werner Kieser hiess. Aber man muss die (seine!) USPs (USP=unique selling proposition) erarbeiten, Lücken und Nischen erkennen und diese mit einem intelligenten Service oder Produkt abdecken.

Schon bei der Forschung/Entwicklung und dann später in der Ausgestaltung der Benutzerschnittstellen, im Marketing, dann im Vertrieb und Verkauf sind die Menschen (Kunden, Mitarbeiter, Firmenbesitzer, Aktionäre, Mitbewerber, Interessenten, Communities etc.) immer miteinzubeziehen. Selbstverständlich auch nach dem Verkauf im Rahmen eines professionellen After-Sales-Prozesses. Während der ganzen Zeit sollte das Credo gelten: “do a good job” (in der aktuellen Finanzkrise kommen Zweifel auf).

Speziell aufgefallen sind mir noch folgende Do’s, dazu ein paar Anmerkungen:

Frau Reinshagen: Hilfsbereitschaft. Find ich interessant, aus Hilfsbereitschaft kann eine vertrauliche Kundenbeziehung aufgebaut werden, eine sehr wertvolle Vernetzung entstehen.

Herr Kieser: Aufforderung “kommuniziere und publiziere”; könnten auch publizieren in Blogs gemeint sein. Pflege von Reputations-Management, dafür sorgen, dass “Gutes”, ”Interessantes”, “Nützliches” über die Firma gesagt wird.

Bei Herrn Candrian hat mich der Begriff “Krieg” auf der Folie etwas irritiert. Die wichtige Fragestellung nach dem potenziellen “worst case” und diesen sorgfältig zu durchdenken, finde ich sehr wertvoll (hat das die UBS getan?).

Herr Honegger wies auf erfrischend lockere Art auf die Denkweise, eigene Befindlichkeit und Sprache von KMUs hin. Sehr nützlicher Tipp.

Von Herrn Amman nehme ich mit, dass die direkte und kundennahe Vertriebstätigkeit von zentraler Bedeutung ist, vor allem bei dramatisch technisch-affinen Produkten, wo Support vor Ort benötigt wird.

Insgesamt ein spannender Abend. Ein wenig gefehlt haben mir der Aufbau von spezifischen Netzwerken bereits im Vorfeld der Veranstaltung respektive der Einbezug des Publikums während der Referate. Plattformen gäbe es diesbezüglich, habe da einige sehr konkrete Ideen dazu.

Dank an Herrn Marc Hamburger von StartZentrum Zürich.