Archiv für September 2008

Fazit “StartupDay Tag des Jungunternehmens”, do a good job

Engagierte Beiträge zum Thema Entrepreneurship von Martin Candrian Candrian Catering, Guido Honegger Solution.ch AG, Werner Kieser Kieser Training, Maya Reinshagen Mayoris AG, Daniel Ammann u-blox AG.

Was ist nun aus meiner Sicht das Fazit des StartupDay? Ich begegnete unterschiedlichen Unternehmungen in der Repräsentanz grundverschiedener Gründer-Persönlichkeiten, dies machte es spannend. Bestimmt eine ideale Gelegenheit, um über branchenübergreifende Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer Unternehmung nachzudenken. Ganz praktisch mittels der Analysen der unterschiedlichen Do’s und Dont’s der einzelnen Referenten. Anbei ein paar persönliche Gedanken in kürze:

Man muss nicht unbedingt “der Erste” sein (vielleicht “der/die Beste”, oder in Teilbereichen der/die Bessere, oder einfach eine massgeschneidertere Lösung entwickeln….), wie es in den “Do’s” von Werner Kieser hiess. Aber man muss die (seine!) USPs (USP=unique selling proposition) erarbeiten, Lücken und Nischen erkennen und diese mit einem intelligenten Service oder Produkt abdecken.

Schon bei der Forschung/Entwicklung und dann später in der Ausgestaltung der Benutzerschnittstellen, im Marketing, dann im Vertrieb und Verkauf sind die Menschen (Kunden, Mitarbeiter, Firmenbesitzer, Aktionäre, Mitbewerber, Interessenten, Communities etc.) immer miteinzubeziehen. Selbstverständlich auch nach dem Verkauf im Rahmen eines professionellen After-Sales-Prozesses. Während der ganzen Zeit sollte das Credo gelten: “do a good job” (in der aktuellen Finanzkrise kommen Zweifel auf).

Speziell aufgefallen sind mir noch folgende Do’s, dazu ein paar Anmerkungen:

Frau Reinshagen: Hilfsbereitschaft. Find ich interessant, aus Hilfsbereitschaft kann eine vertrauliche Kundenbeziehung aufgebaut werden, eine sehr wertvolle Vernetzung entstehen.

Herr Kieser: Aufforderung “kommuniziere und publiziere”; könnten auch publizieren in Blogs gemeint sein. Pflege von Reputations-Management, dafür sorgen, dass “Gutes”, ”Interessantes”, “Nützliches” über die Firma gesagt wird.

Bei Herrn Candrian hat mich der Begriff “Krieg” auf der Folie etwas irritiert. Die wichtige Fragestellung nach dem potenziellen “worst case” und diesen sorgfältig zu durchdenken, finde ich sehr wertvoll (hat das die UBS getan?).

Herr Honegger wies auf erfrischend lockere Art auf die Denkweise, eigene Befindlichkeit und Sprache von KMUs hin. Sehr nützlicher Tipp.

Von Herrn Amman nehme ich mit, dass die direkte und kundennahe Vertriebstätigkeit von zentraler Bedeutung ist, vor allem bei dramatisch technisch-affinen Produkten, wo Support vor Ort benötigt wird.

Insgesamt ein spannender Abend. Ein wenig gefehlt haben mir der Aufbau von spezifischen Netzwerken bereits im Vorfeld der Veranstaltung respektive der Einbezug des Publikums während der Referate. Plattformen gäbe es diesbezüglich, habe da einige sehr konkrete Ideen dazu.

Dank an Herrn Marc Hamburger von StartZentrum Zürich.

Warum klassische Userbefragung in der neuen Werbewelt nicht ausgedient hat…

Die Tendenz, dass die Menschen auf Schritt und Tritt bei all Ihren Surf-Aktivitäten beobachtet werden und ihre hinterlassenen Daten auf Google- und anderen Server-Farmen gespeichert, analysiert, ausgewertet und verwertet werden, ist eine Tatsache und auch eine Gefahr. Auf der anderen Seite sehe ich auch klar Vorteile, wenn “Behavioral Targeting” konsequent eingesetzt wird und ich nur noch mit der Werbung konfrontiert werde, welche mich auch tatsächlich interessiert.

Die Methoden werden immer raffinierter: Messung des Surfverhaltens, Verknüpfung der gigantischen Messdaten usw. (beim Surfen mit Google Chrome, so stelle ich oft fest, wird die Festplatte arg belastet, Daten fleissig abgesogen!).

Dem diametral gegenüber stehen aber auch immer ausgeklügeltere technische Methoden, Spuren zu verwischen und anonymisiert surfen zu können (Stichwort: IP verstecken). Gewisse Bedenken und Gefahren diesbezüglich äusserte Claudio Dionisio bei einem heutigen, sehr interessanten Gespräch, welches ich mit ihm führen durfte.

Für mich ist ein Fazit: Nebst Tracking der Userbewegungen durch Cookies und Geo-Profilierung der IP-Adressen, komplexe Abgleichverfahren mit Datenbanken wird es weiterhin die simple klassische “Userbefragung” geben (mit qualitativer Projektion und Interpretation) - und das Aufspüren von Bedürfnissen, Trends durch wache, denkende Menschen.

Google Chrome, stärkt Innovationen bei der Browser-Entwicklung

Es ist nur zu begrüssen, dass der Quasi-Monopolist Microsoft Internet Explorer (IE) weiter unter Druck gerät (bisher schon geschehen durch den Firefox-Browser).

Zukünftige Browser müssen schnell, viel benutzerfreundlicher und “offen” sein für neue innovative Services, Netz-Applikationen und “universellen” Zugang, hard- und softwareunabhängig (Betriebssystem) gewährleisten und fördern.

Google Chrome http://www.google.com/chrome liefert leider noch zum Zeitpunkt der Weblog-Erfassung eine HTTP 404 Fehlermeldung.

Innovationstechnik “Diskussion 66″

Sporadisch werde ich einige Innovationstechniken und -methoden, welche sich situativ bewährt haben, kurz vorstellen. Die “Diskussion 66″ Methode ist eine Variante von “Brainstorming” in grossen Gruppen. Mit “Diskussion 66″ kann man ein Thema sehr gut strukturieren, die Teilnehmer aktivieren und ein Fazit ziehen.

Man teilt sich in Gruppen mit je 6 Teilnehmer auf und diskutiert, selektiert 6 Minuten lang das Thema (deswegen der Begriff “Diskussion 66″). Danach trägt man das Fazit im Plenum vor.

Mögliches Einsatzfeld: Diese Technik kann sehr gut angewendet werden, um beispielsweise verbesserte, betriebliche Abläufe unter Einbezug der Teammitglieder respektive Mitarbeiter in einem grösseren KMU einzuführen. Nach einer geleiteten Präsentation können die vorgeschlagenen Verbesserungs-Massnahmen zusammengetragen, definiert und dann in der Ablauforganisation verankert werden.