Blogs müssen unter Einbezug der Anspruchsgruppen eingeführt werden, ansonsten floppen sie

Seit Anfang Dez. 2006 schaltete Directories (www.directories.ch) einen sogenannten “Corporate Blog” auf. Marketingmässig wurden die Ziele bestimmt eloquent formuliert: Der Kunde kann jetzt Einfluss auf das Produkt nehmen, “Early Adapters” verhelfen zu innovativen, neuen Dienstleistungen, Leser können sich über neue Funktionen, Features informieren oder Beta-Versionen austesten. So weit, so gut.

Am 19. Juni 2008 lese ich folgende Mitteilung von Directories (im Wortlaut):

Der Directories Blog wird abgeschaltet.

“Directories hat Ende 2006 einen Corporate Blog eröffnet. Mit unterschiedlicher Besucherfrequenz (500 bis 600 Visits pro Tag) und wenigen Kommentare, die auf unsere Beiträge folgten, entschliessen wir uns nun, den Directories Blog abzuschalten. Es hat sich gezeigt, dass ein Firmenblog im Umfeld des umfassenden Gebiets eines Verzeichnisverlags auf ein zuwenig breites Interesse stösst.”

Nun stelle ich mir die simplen Fragen: Wird nicht zuerst das Kundenbedürfnis abgeklärt? Werden nicht zuallerst von (erfolgreichen) Projekten exakte, spezifische Ziele definiert nach der Aufnahme der kundenseitigen Anforderungen und Wünsche? Richtet sich die Umsetzung nicht immer nach den realistischen Anforderungen?

Fazit: Auch bei Web 2.0 oder Web 3.0 ist dies nicht anders.

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