Archiv für August 2008

Voraussetzungen Führungsrolle der Schweiz im Bereich “E-Health”

Eigentlich wären die Voraussetzungen und technischen Rahmenbedingungen recht gut, dass die Schweiz eine Führungsrolle im Bereich “E-Health” übernehmen könnte. Aus meiner Sicht sind aber einige operative Projekte und langfristige Aufgaben definitiv Voraussetzung, dass dieses Ziel erreicht werden kann:

  • Es müsste eine digitale ”unique” Patienten-ID geschaffen werden, die Standard und eindeutig identifizierbar ist
  • Patienten-Dossier müssten standardisiert werden
  • Aufbau eines umfassenden, barrierefreies ”E-Health-Gesundheitsportals”, über welches die Dossiers von den Patienten jederzeit abgerufen werden können

Wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Die absolute Hoheit der Patienten/Patientinnen über ihre Daten muss stets gewährleistet sein.

Solange die Patienten für sich keinen unmittelbaren Nutzen erkennen können und unsicher sind, dass sie nicht die absolute Hoheit und Macht über Ihre sensiblen Gesundheits-Daten haben und diese permanent online einsehen können, wird ein umfassendes “E-Health-Projekt” keinen Erfolg haben.

Blogs müssen unter Einbezug der Anspruchsgruppen eingeführt werden, ansonsten floppen sie

Seit Anfang Dez. 2006 schaltete Directories (www.directories.ch) einen sogenannten “Corporate Blog” auf. Marketingmässig wurden die Ziele bestimmt eloquent formuliert: Der Kunde kann jetzt Einfluss auf das Produkt nehmen, “Early Adapters” verhelfen zu innovativen, neuen Dienstleistungen, Leser können sich über neue Funktionen, Features informieren oder Beta-Versionen austesten. So weit, so gut.

Am 19. Juni 2008 lese ich folgende Mitteilung von Directories (im Wortlaut):

Der Directories Blog wird abgeschaltet.

“Directories hat Ende 2006 einen Corporate Blog eröffnet. Mit unterschiedlicher Besucherfrequenz (500 bis 600 Visits pro Tag) und wenigen Kommentare, die auf unsere Beiträge folgten, entschliessen wir uns nun, den Directories Blog abzuschalten. Es hat sich gezeigt, dass ein Firmenblog im Umfeld des umfassenden Gebiets eines Verzeichnisverlags auf ein zuwenig breites Interesse stösst.”

Nun stelle ich mir die simplen Fragen: Wird nicht zuerst das Kundenbedürfnis abgeklärt? Werden nicht zuallerst von (erfolgreichen) Projekten exakte, spezifische Ziele definiert nach der Aufnahme der kundenseitigen Anforderungen und Wünsche? Richtet sich die Umsetzung nicht immer nach den realistischen Anforderungen?

Fazit: Auch bei Web 2.0 oder Web 3.0 ist dies nicht anders.

UBS: “Fehlende Kundenansprache” in der Schweiz?

Ich frage mich, warum ich von Seiten der UBS (www.ubs.com) nichts darüber höre, warum man als potenzieller (Neu-)Kunde gerade jetzt zur UBS wechseln müsste? Es wird nur von Kunden-Gelder-Abfluss, Neupositionierung, Klagen in den USA und Krisen, Verlusten etc. gesprochen - so jedenfalls meine Wahrnehmung - (indirekte und direkte “Negativ-Botschaften” noch und noch), und (sinngemäss) dass die UBS nächstes Jahr wieder Gewinn schreiben wird (UBS-Präsident, Herr Kurer).

Ich würde dringend eine intelligent und nicht aufdringliche, ganzheitliche ”Kommunikation” und neue Kundenansprache im CH-Markt empfehlen, damit potenzielle Kunden schnellsmöglich wieder die USPs der UBS (sofern es diese gibt) wahrnehmen.

“Begriffswolken”, interessantes Tool, z.B. für ein Intranet

Begriffswolke vom tondeur consult Blog: Gemeinsame Vergabe von Schlagworten kann später die Suche beschleunigen und mithelfen, die Suchresultate zu verbessern. Interessantes Einsatzgebiet: Intranet.